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Die keltischen Sammlungen des Museums umfassen hunderte von authentischen Fundstücken, hauptsächlich aus dem 5. bis 2. Jahrhundert vor Christus.

Es handelt sich um Geschirr, Schmuck, Waffen, Bekleidungszubehör, Bestandteile von Pferdegeschirren und keltische Esseda (zweirädrige Kampfwagen), die von der Handwerkskunst und dem Alltagsleben der Kelten zeugen, die zur damaligen Zeit in den Ardennen siedelten. Über 300 der genannten Fundstücke können Sie in der Ausstellung besichtigen.
Die 11 Fundstücke, die zum Wagengrab des keltischen Hügelgrabs (Tombelle III) der Fundstätte Warmifontaine (bei Neufchâteau) gehören, sind offiziell als „Kulturgut der französischsprachigen Gemeinschaft“ klassifiziert.

Sie stammen aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts vor Christus.

Der größte Teil unserer archäologischen Sammlungen stammt aus Ausgrabungen an keltischen Hügelgräbern (tombelles), die ein oder mehrere Gräber bedecken.

Die ersten Forschungen zu den Ardenner Hügelgräbern begannen am Ende des 19. Jahrhunderts und wurden bis zu den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts sporadisch fortgesetzt. Zur damaligen Zeit startete der nationale Ausgrabungsdienst (heute: Öffentlicher Dienst der Wallonie) mit Unterstützung örtlicher archäologischer Zirkel ein umfangreiches Forschungsprogramm. Für die Region der Ardennen übernahm diese Aufgabe ab dem Jahr 1985 das Centre de Recherches Archéologiques en Ardenne (CRAA) asbl (Zentrum für archäologische Forschungen in den Ardennen).
Heute werden die Ausgrabungen an den Grabhügeln hauptsächlich durch den Service Public de Wallonie (Öffentlichen Dienst der Wallonie) durchgeführt. Von den Ausgrabungsarbeiten sind nur diejenigen Gräber betroffen, die durch Bauarbeiten möglicherweise verschüttet werden und somit nicht mehr auffindbar wären. Der Fokus liegt jedoch hauptsächlich auf der Pflege und dem Erhalt der Grabstätten, die auch für künftige Generationen ein wertvolles Kulturerbe sind.

Nahezu 200 Hügelgräber wurden bislang archäologisch erforscht; allein in der Region Neufchâteau-Bertrix-Libramont wurden ca. 160 Grabstätten untersucht.

Um einen Teil unserer Sammlungen online zu besichtigen, klicken Sie bitte hier.

Die Ausstellung wird durch einige originalgetreue Nachbauten vervollständigt. Am meisten beeindrucken hier ein Carnyx (ein Blasinstrument) sowie ein originalgroßer Streitwagen.
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Typisch „keltisch“

Zahlreiche Illustrationen und Gegenstände widerlegen vorgefasste Meinungen und Stereotypen, die unsere Vorstellung von Kelten und Galliern bis heute beeinflussen. s. hierzu: Mit den Kelten sind immer noch bestimmte Klischeevorstellungen verbunden

Ein Kernstück dieser Sammlung ist die Gips-Statue von Ambiorix, die als Modell diente für die große Bronze-Statue, die sich auf dem Grand’Place in Tongeren befindet.

Fundstücke aus weiteren Epochen

Eine Ausstellungsvitrine des Museums zeigt Gegenstände aus Epochen vor und nach der Besiedelung der Ardennen durch die Kelten (Prähistorie, Antike und Mittelalter).